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Österreichs Gaming Szene boomt: Das sind die neuesten Trends und Entwicklungen

Österreichs Gaming Szene boomt: Das sind die neuesten Trends und Entwicklungen

Österreichs Gaming Szene boomt: Das sind die neuesten Trends und Entwicklungen Bild oben pixabay.de © VanDulti CCO Public Domain
Österreichs Gaming Szene ist eine echte Wachstumsbranche, die beachtliche Umsätze generiert. Immer mehr Österreicher interessieren sich für Videospiele, die sie entweder auf ihrer Konsole oder über ihr Smartphone beziehungsweise einen PC spielen. Während früher einzelne große Player den Markt dominierten, ist Österreichs Spielebranche aktuell sehr jung und kreativ. Vor allem in Graz hat die Gaming Szene eine Heimat gefunden. Trotz der positiven Entwicklung fordert der Verband PGDA mehr Investitionen für Innovationen, um sicherzustellen, dass der Boom in Österreich von Dauer ist.

Die Österreicher interessieren sich sehr für die Spielebranche

Die Spielebranche ist weltweit auf dem Vormarsch. Insgesamt hat sie im letzten Jahr 95 Milliarden Euro erwirtschaftet und somit die Filmindustrie (35,5 Milliarden EUR) und die Musikindustrie (15 Milliarden Euro) klar hinter sich gelassen. Mit rund 150 Millionen Euro Umsatz fällt auf Österreich zwar ein eher kleiner Teil ab, die Szene gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Neben Multiplayer-Rollenspielen, Ego-Shootern oder E-Sports sind mittlerweile auch Online Casino Spiele, wie sie zum Beispiel Mr Green anbietet, äußerst beliebt.

Rund 4,9 Millionen Österreicher spielen regelmäßig Videospiele. Hierfür nutzen sie sowohl ihr Smartphone als auch Spielekonsolen und PCs. Dabei investieren sie eine Menge Geld in Spiele. Anhand der verschiedenen Käufergruppen zeigt sich, dass das Interesse an Videospielen in nahezu allen Altersstufen vorhanden ist und steigt. Zwar sind vor allem junge Menschen an solchen Spielen interessiert, doch auch Ältere können sich dafür begeistern und verbringen damit vermehrt eine gute Zeit.

Weiterhin steigende Umsätze

Die Umsätze mit Videospielen, die die österreichische Gaming Szene generiert, steigen kontinuierlich an. Ein besonders wirtschaftliches Segment sind die Download Games. Wurden im Jahr 2017 noch 64,07 Millionen Euro mit solchen Spielen umgesetzt, waren es 2018 bereits 71,73 Millionen Euro. Für 2019 liegt eine Prognose über 79,24 Millionen Euro vor und bis ins Jahr 2023 werden Download-Games Umsätze in einer Höhe von etwa 102 Millionen Euro generieren.

Auf Platz zwei der beliebtesten Spiele in Österreich liegen die Mobile Games. Diese machen es möglich, Spiele unterwegs zu genießen und sich die freie Zeit zu vertreiben. Hier stiegen die Umsätze von 2017 auf 2018 von 44,03 auf 46,55 Millionen Euro. Für die Jahre 2019 und 2020 sind Umsätze in Höhe von 49,57 beziehungsweise 52,23 Millionen Euro anvisiert. Bis 2023 werden die Werte auf 58,27 Millionen Euro ansteigen. Ähnlich beliebt sind die Online Games. Diese generierten 2017 Umsätze in Höhe von 30,53 Millionen Euro und hatten sich bis 2018 auf 31,60 Millionen Euro gesteigert. Für das Jahr 2023 werden in diesem Segment Umsätze von 41,89 Millionen Euro prognostiziert.

Österreich hat eine sehr junge, lebendige Gaming Szene

In Österreich findet von jeher eine aktive Videospiel-Entwicklung statt.
Allerdings waren lange große Player wie JoWooD
Österreichs Gaming Szene boomt: Das sind die neuesten Trends und Entwicklungen Erfahrung Bild mittig pixabay.de © 955169 CCO Public Domain
oder Neo/Rockstar Vienna die Platzhirsche in diesem Bereich. Rockstar Games ist beispielsweise für seinen Spieleklassiker GTA bekannt und das Unternehmen Max Design hat die Anno-Serie ins Leben gerufen.

Mittlerweile sind die großen Player jedoch nicht mehr so dominant beziehungsweise gar nicht mehr vorhanden. Die österreichische Gaming Szene ist viel jünger geworden und es gibt eine beachtliche Zahl an Unternehmen, die insbesondere unabhängige Entwickler beschäftigen.

Firmen wie Sproing Interactive Media, Socialspiel Entertainment und Bongfish Games haben sich in der Gaming Szene von Österreich bereits einen Namen gemacht. Sie realisieren ganz unterschiedliche Projekte und Online Spiele, die sich an jeweils andere Zielgruppen richten. Die einzelnen Firmen beschäftigen teils über hundert Mitarbeiter und leisten einen wichtigen Beitrag für die Generierung von Umsätzen in der Spielebranche des Landes.

Graz ist eine Hochburg der Gaming Szene

An kaum einem anderen Ort in Österreich blüht die Gaming Szene so lebendig wie in Graz. Das liegt unter anderem daran, dass hier viele Investitionen in die Infrastruktur und die Spieleentwicklung erfolgen. Außerdem gibt es an der TU Graz viele Kurse, die sich mit der Spieleentwicklung beschäftigen und auf eine Arbeit in diesem Bereich vorbereiten. Zudem wurde der Verein Game Development Graz gegründet, der die Szene lebendig hält und beispielsweise Events wie die Game Dev Days realisiert.

Mittlerweile hat Graz sogar Wien überholt, was die Anzahl an Talenten im Gaming Bereich betrifft. Das liegt unter anderem an den sehr guten Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort und der Vernetzung der Entwickler untereinander. In Graz müssen nur kurze Distanzen zurückgelegt werden, um miteinander in Kontakt zu kommen, was Kooperationen und die Zusammenarbeit bei Projekten erleichtert. Zudem pflegt Graz eine enge Beziehung zu der Szene in Südosteuropa, wodurch ebenfalls immer wieder Input und neue Ideen in die Branche kommen.

Die PGDA fordert mehr Investitionen für Innovationen in der Gaming Szene

In Österreich gibt es den spezialisierten Verband "Pioneers of Game Development Austria" (PGDA). Zu diesem gehören mittlerweile sechs große Studios, wie beispielsweise Bongfish und Ovos. Das Ziel dieses Verbandes ist es, die Gaming Szene in Österreich zu unterstützen und für Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu sorgen. Der Verband möchte, dass die positiven Entwicklungen in der Branche weitergehen und neue kreative Projekte realisiert werden können.

Das ist aus Sicht der Verbandsmitglieder nur durch gezielte Investitionen für Innovationen möglich. Immer wieder führen sie als positive Beispiele Förderprogramme aus anderen Ländern wie Frankreich oder Finnland an. Hier wurden viele Millionen Euro in die Förderung von Entwicklern gesteckt, die dann Spiele kreierten, die mehrere Milliarden Euro Umsatz mit sich brachten. Wer möchte, dass die Gaming Szene in Österreich ähnlich erfolgreich ist, muss auch hier Geld in die Hand nehmen und junge Talente fördern.

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