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Warum iGaming auch 2022 weiter prosperiert

Warum iGaming auch 2022 weiter prosperiert

Warum iGaming auch 2022 weiter prosperiert Bild oben pixabay.com, sik-life
Schon das letzte Jahr war von beispiellosem Wachstum im Bereich iGaming geprägt. Laut Fortune Busines Insights lag der Markt in 2020 noch bei 203 Milliarden US-Dollar und wird in 2028 schätzungsweise auf 546 Milliarden Dollar anwachsen. Die Sondersituation der letzten Jahre trug natürlich maßgeblich dazu bei, dass viele Spieler dem Online Casino mal eine Chance gaben. Aber auch andere Wachstumstreiber wie die technologischen Fortschritte sorgen dafür, dass der Boom des iGaming-Marktes weitergeht. Schnellere elektronische Identifizierung und erleichterte Zahlung werden das Wachstum wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren weiter anheizen.

Doch werden die Regelungen der einzelnen Glücksspielbehörden, die teilweise recht restriktiv sind, dieses Wachstum bremsen?

Europäischer iGaming-Markt

Immer mehr Länder schaffen ihre eigenen Glücksspielbehörden, um Glücksspiel online und offline in geregeltere Bahnen zu leiten und verantwortungsvolles Spielen zu unterstützen. Seit Anfang dieses Jahres ist das beispielsweise in Österreich der Fall. Auch wenn damit ein legaler Rahmen geschaffen wird, können die EU-Mitgliedsstaaten den Anbietern mit anderen Lizenzen wie beispielsweise dem schwedischen Casumo Casino nicht verbieten, auch weiterhin Kunden aufzunehmen und Glücksspiel anzubieten. Nach wie vor operieren sehr viele Online Casinos beispielsweise mit der Lizenz der Malta Gaming Authority, der Lizenz aus Großbritannien oder aus Gibraltar. Da in Europa aber die sogenannte Dienstleistungsfreiheit gilt, kann man auch bei diesen Anbietern spielen. Gerade die maltesische Aufsichtsbehörde gilt als besonders streng, weshalb Casinos mit dieser Lizenz nicht automatisch weniger seriös sind.

In Ländern, in denen ein Anbieter das staatliche Glücksspielmonopol hat, gestaltet sich die rechtliche Lage meist sehr kompliziert. In Österreich beispielsweise musste der Anbieter bet-at-home vorübergehend die Pforten schließen, weil die rechtliche Situation zu unübersichtlich ist. In Österreich geht es vor allem um die Trennung von Politik und Glücksspiel, nach dem Skandal um den österreichischen Finanzminister Blümel und den Glücksspiel-Konzern Novomatic. Zwar braucht man in Österreich eine Konzession, um Glücksspiel anbieten zu können, weshalb man legal eigentlich nur beim win2day Angebot spielen könnte. Allerdings verstößt dies gegen die Dienstleistungsfreiheit, die im EU-Recht verankert ist. Die Rechtslage ist also nicht ganz eindeutig. Man wird dem Wachstum der iGaming-Branche sicherlich keinen Riegel vorschieben können, bis ein Gericht eindeutig geklärt hat, ob die Dienstleistungsfreiheit gilt oder ob das Land sich auf sein Glücksspielmonopol berufen kann.

Die Entwicklung in Ungarn und Lettland

In Ungarn erhielt der bisherige staatliche Betreiber von Casinos in der Hauptstadt eine neue Glücksspiel-Lizenz für 35 Jahre. Dabei hat es keine Ausschreibung gegeben und die Vergabe hat gewissermaßen unter der Hand stattgefunden. Ob es sich hier um Vetternwirtschaft handelt, kann nur gemutmaßt werden. Auch die lange Laufzeit wird öffentlich kritisiert. In Deutschland werden solche Lizenzen eher für 15 Jahre vergeben.

Nach wie vor gibt es zudem nur wenige Online Casinos in Ungarn, die über eine gültige Lizenz verfügen. Im nächsten Jahr finden hier allerdings Wahlen statt und dann kann sich wieder viel ändern. Und auch hier gehen immer wieder Fälle vor Gericht, in denen beispielsweise Online Casino mit britischer Lizenz sich auf die Dienstleistungsfreiheit berufen und sich durchsetzen.

Und auch in Lettland stellt die Situation ähnlich dar: Das Land möchte gern Glücksspiel dem staatlichen Anbieter überlassen. Aber aufgrund der derzeitigen Rechtsprechung des europäischen Gerichtshofs können ausländische Anbieter wahrscheinlich nicht oder nur unter bestimmten Umständen ausgeschlossen werden.

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