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Die Gefahr von Zucker

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In den letzten dreißig Jahren hat sich die Zahl der Übergewichtigen auf 600 Millionen verdoppelt. Die Zahl der Diabetes-Kranken hat sich auf weltweit 347 Millionen verdreifacht.

Stellen Sie sich so etwas wie einen Gerichtsprozess vor. Irgendetwas in der Umwelt verursacht Diabetes, Herzkrankheiten und Übergewicht. Wir wissen nicht, was es ist. Vielleicht essen die Menschen einfach zu viel, vielleicht treiben wir nicht genug Sport, vielleicht ist es ein Nahrungsfett, vielleicht der Zucker. Bei der Ermittlung findet man jede Menge Indizien, die auf Zucker hindeuten. Aber es gibt keinen unwiderlegbaren Beweis. Wir haben zwar ein paar Verdächtige und die sind immer am Tatort gesehen worden. Sie haben kein Alibi, aber nichts ist eindeutig. Was tun? Die Strategie der Branche war immer, daran festzuhalten, dass es keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass Zucker eine tödliche Krankheit ist. Solange sie sich daran festklammern können, solange es keine eindeutigen Beweise gibt, so lange können sie überleben. Sobald eindeutige Beweise vorliegen, sind sie geliefert!

Ist Zucker möglicherweise giftig?

Wie diskutiert man diese Frage überhaupt, ohne gleich als Argmacher dazustehen? Es geht hier um eine Substanz, die die Menschen glücklich macht! Damit zeigen wir der Welt Liebe, Freude und Glück. Und plötzlich hat es jemand auf Zucker abgesehen, auf etwas, das wir unseren Kindern zum Geburtstag schenken! Da lässt es sich nicht so leicht sagen, was das Richtige ist!

Die große Zuckerlüge

Neuen Forschungsergebnissen zufolge ist Zucker in den heutzutage konsumierten Mengen ein Giftstoff. Eine brisante Titelgeschichte im "New York Times Sunday Magazine" läuft darauf hinaus, dass Zucker giftig ist. Dr. med Lustig ist spezialisiert auf das Übergewicht von Kindern und Autor des Buches "Fat Chance". In einem Interview äußerte er sich wie folgt:

"Das Bösartige an Zucker ist, dass er neben Übergewicht auch noch Stoffwechselprobleme verursacht: Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten und wahrscheinlich auch Krebs und Demenz. Ein Drittel der Amerikaner hat

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eine nichtalkoholische Fettleber, die als Krankheit überhaupt erst 1980 beschrieben wurde. Das ist die größte Epidemie der Weltgeschichte. Eigentlich bin ich ja gar nicht gegen Zucker. Ich bin nur gegen industriell verarbeitete Lebensmittel. Ich wünschte, wir hätten dieses Problem nicht. Und wissen Sie was? Als ich 1980 anfing, Medizin zu studieren, da gab es das auch noch nicht, sonst hätte ich mich ja nicht auf dieses Forschungsgebiet verlegt. Wer braucht das schon? Aber jetzt kümmere ich mich darum! Mein größtes Problem ist, dass ich nicht aus wissenschaftlichen Gründen kritisiert werde. Eine Diskussion über die Forschungsergebnisse wäre ja gut. Mich stört, wenn behauptet wird, ich wäre unglaubwürdig, ich wäre ein Fanatiker. Ein Fanatiker folgt seinem Glauben. Mir geht es nicht um Glauben, sondern um Wissenschaft. Ich mache das doch nicht, weil ich Lust dazu habe! Ich mache es, weil mir nichts anderes übrig bleibt!"


Wissenschaftler werden nervös, wenn jemand mit solcher Sicherheit auftritt. Das passt nicht zum heutigen Wissenschaftsstil, wo man sich immer erst nach allen Seiten absichern und die Gegenbeweise diskutieren muss.

Der tägliche Zuckerkonsum ist in den letzten 30 Jahren weltweit um 46 % gestiegen.

Dr. med Lustig äußerte sich weiter wie folgt:

"Das Problem betrifft uns zuhause, bei der Arbeit, es betrifft unsere Geschäftsbeziehung und im Endeffekt betrifft es unser Land und die ganze Welt. Es geht dabei nicht nur um Kinder mit Übergewicht. Klar, das ist mein Gebiet und so bin ich auf das Thema gestoßen, aber es geht um viel mehr. In Wahrheit drückt sich darin ein gesellschaftlicher Kollaps aus. Sie dürften alle mitbekommen haben, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2011 bekannt gegeben hat, dass nicht übertragbare Krankheiten, also Herzkrankheiten, Diabetes, Krebs oder Demenz auch in den Entwicklungsländern – nicht nur in den Industrieländern – ein großes Problem darstellen. Jeder wusste, dass wir ein Problem hatten, aber heute ist es in afrikanischen
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Ländern, in Asien und Indien eine Katastrophe. Ein größeres Problem als akute Infektionskrankheiten und selbst Aids. Was ist da passiert? Warum stecken plötzlich alle in der Klemme? Alle auf einmal und in der ganzen Welt?"


Beispiel Japan

Die Japaner leben länger als alle anderen Menschen auf der Welt und auf Okinawa leben die ältesten Japaner. Die Menschen auf Okinawa haben im Vergleich zu anderen Nationen weniger Alterskrankheiten. Es gibt vergleichsweise weniger Herzkrankheiten und bestimmte Krebssorten sind selten, besonders hormonbedingte Krebsarten wie Brustkrebs und Prostatakrebs. Die Raten sind alle sehr niedrig. Zum Teil liegt das an der Ernährung, teilweise an anderen Faktoren der Lebensweise. Eine sehr gesunde Ernährung senkt das Risiko für Alterskrankheiten. Reich an Gemüse und sehr ausgewogene Eiweißstoffe, Fisch, mageres Fleisch. Die perfekte Ernährung gegen Alterserscheinungen könnte man sagen. Dies ist einer der Gründe, warum die Menschen auf Okinawa unserer Meinung nach so alt werden bzw. warum sie so lange so alt wurden.

Nach wenigen Generationen waren die Menschen auf Okinawa nicht mehr die schlankesten, sondern die dicksten Japaner, was ein Nachkriegsphänomen war. Die jüngeren Generationen ernähren sich im Allgemeinen auf weit westlichere Weise als ihre Eltern und Großeltern. Es gibt mehr Fast Food, mehr Pommes Frites und Erfrischungsgetränke. Durch diese Kombination steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den jüngeren Generationen massiv an. Übergewicht und Diabetes werden die Folge sein. Die genannten Krankheiten werden alle mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht, die viel Zucker, Salz und Fett enthalten.

In der ganzen Menschheitsgeschichte waren wir noch nie einem so hohen Zuckerkonsum ausgesetzt wie heute. Dies hat zwangsläufig Folgen für den Stoffwechsel.

Japan liegt bei der Zahl der Diabetespatienten weltweit an fünfter Stelle.

Beispiel: San Francisco, Kalifornien

"Unsere Ernährung hat sich in den letzten dreißig Jahren folgendermaßen verändert: Von 1982 bis 2012 sank der Fleischkonsum um 10 %, weil wir uns fettarm ernähren sollten. Der Obst- und Gemüsekonsum liegt exakt gleich.

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Und zuletzt industriell verarbeitete Lebensmittel und Süßigkeiten: Von 11,6 % auf 22,9 %. Dies ist eine Verdoppelung in einem Zeitraum von nur dreißig Jahren. Hier ist unser Essensgeld vesickert. 74 % aller abgepackten Nahrungsmittel im Supermarkt enthalten Zuckerzusätze. Salatsoße, Barbecuesoße, Tomatensoße, Hamburgerbrötchen, Hamburgerfleisch, einfach alles. Und dann gibt es 56 Bezeichnungen für Zucker, wie Streuzucker, Rohrzucker, Fruktose, Glukosesirup, Ahornsirup und Honig. So kann die Lebensmittelindustrie ganz offen den Zucker in allen nur denkbaren Lebensmitteln verstecken, weil keiner weiß, was sich dahinter verbirgt. Unterm Strich ist dies jedoch alles das Gleiche, Kalorie für Kalorie, Gramm für Gramm. Alle Zuckersorten überlasten unsere Leber und bewirken Leberfettansammlungen, wenn wir zu viel davon zu uns nehmen.

Es geht ums Übermaß, nicht um das sogenannte "in Maßen". Doch was bedeutet "in Maßen"? 6-9 Teelöffel am Tag bedeutet in Maßen laut Aussagen der American Heart Association. Die Weltgesundheitsorganisation spricht von maximal 12 Teelöffeln am Tag. In Europa konsumiert man aber durchschnittlich 17 Teelöffel Zuckerzusätze am Tag und in den USA sind es 19,5 Teelöffel Zucker am Tag. Fazit: Wir nehmen zu viel Zucker zu uns und dies verursacht chronische Stoffwechselkrankheiten.

Was alle Ärzte so richtig überrascht hat, waren die Fettlebererkrankungen. Davon hatte ich noch nie gehört, bis ich 1992 meinen ersten 13-Jährigen mit Typ II-Diabetes und Fettlebererkrankung gesehen habe."


Europäische Studien zeigen, dass 36-44 % der Kinder mit Übergewicht an nichtalkoholischer Fettlebererkrankung leiden.

"Ernährungs- und gewichtsbedingte Krankheiten legen das Gesundheitswesen lahm. Ich gehe davon aus, dass das System zusammenbrechen wird. Angesichts der ständig anwachsenden Belastungen durch solche Krankheiten können wir das heutige Niveau der Gesundheitsvorsorge unmöglich aufrechterhalten. Allein die Aufwendungen für Typ II-Diabetes sind heute schon astronomisch und das ist erst die Spitze des Eisbergs. Ich glaube nicht, dass die Menschen flächendeckend ihre Willenskraft eingebüßt haben. Wir sind normale Menschen. Nur leben wir in einem Umfeld, das uns permanent Kalorien und Zucker andreht." Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Buch:
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