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Müll trennen

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...was bringt das eigentlich?

Seit 1991 trennen die Deutschen ihren Müll. Mit dem „Dualen System“ ist die Bundesrepublik Vorreiter, wenn es um den verantwortungsbewussten Umgang mit Abfällen und Verpackungsresten geht. Ein Großteil der Bundesbürger hält das Mülltrennen sogar für einen der wichtigsten Beiträge zum Umweltschutz. Erst mit einigem Abstand folgt das Energiesparen. Doch welchen konkreten Nutzen hat die Mülltrennung eigentlich wirklich?

Die Entwicklung der Müllaufbereitung in den letzten 30 Jahren

In den 80er Jahren diskutierten Politik und Wirtschaft über die zunehmende Umweltverschmutzung. In Industriegebieten und öffentlichen Räumen türmten sich die Müllberge. Aus Deponien und Müllverbrennungsanlagen traten riesige Mengen Dioxin aus. Seitdem hat sich viel geändert. Die meisten der ehemals 50.000 Mülldeponien sind heute geschlossen. Unbehandelte Abfälle dürfen dort nicht mehr entsorgt werden. Im Jahr 1991 führte man in Deutschland schließlich das Duale System ein, um Abfälle effizienter trennen und weiterverarbeiten
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zu können.

Auch bei den Müllverbrennungsanlagen hat sich einiges getan. Dank moderner Filtersysteme emittieren sie heute weniger Schadstoffe als konventionelle Kraftwerke. Viele Müllöfen erzeugen Strom. Über unterirdische Leitungen sind sie zudem mit Fernwärmesystemen verbunden. Die Energie wird sinnvoll genutzt.

Ein kleiner Tipp - innovative Müllaufbereitungssysteme findet man z. B. bei Hillebrand-Maschinenbau. Hierzu gehören:

  • Aufgabebunker mit Dosiertrommeln
  • Dosierbunker mit Schneckenaustrag
  • Trommelwindsichter inklusive Lufttechnik
  • Mechanische Sortiereinrichtung zum Folienabschneiden

Wohin kommt der Müll eigentlich?

Unsortierter Müll aus den grauen Tonnen gelangt zu großen Teilen in die Verbrennungsanlagen. Wertvolle Stoffe werden vorher aussortiert und später weiterverarbeitet. Ähnlich funktioniert das Ganze bei den gelben Tonnen und dem gelben Sack. Die Abfälle werden in verschiedene Sortieranlage gebracht, wo sie mit Infrarotkameras voneinander getrennt werden. Für das Recycling eignet sich allerdings nur ein Teil des Mülls.

Aus Kunststoff stellt man beispielsweise Granulat her. Das dient später der Herstellung von Eimern, Fleece-Jacken und Folien.
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Der nicht wiederverwertbare Rest gelangt in die Müllverbrennung.

Merke: Die Mülltrennung ist Voraussetzung dafür, dass die wiederverwertbaren Stoffe mit verhältnismäßigem Aufwand herausgefiltert und recycelt werden können.

Wie trennt man den Müll richtig?

Eins vorab: Bei der Mülltrennung gibt es einige Streitpunkte zwischen Politik, Wirtschaft und Verbrauchern. Manche Regelungen könnten sich hier sogar bald schon ändern. Einigkeit herrscht lediglich dahingehend, dass Altpapier, Metall, Glas und organischer Abfall getrennt voneinander entsorgt werden müssen.

Beispiel 1: Papier
  • kann bis zu 8 Mal recycelt werden, danach werden die Fasern zu kurz und reißen
  • es wird 15 Prozent weniger Wasser und ein Drittel weniger Energie als bei der Herstellung von neuem Papier verbraucht
  • keine Bäume werden gefällt
  • Qualität heute fast nicht mehr von der von neuwertigem Papier zu unterscheiden
Beispiel 2: Glas
  • Glasscherben in Containern werden eingeschmolzen und zu neuem Glas verarbeitet
  • viel Energie gespart
  • für die Herstellung müssen keine zusätzlichen Rohstoffe
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    Müll trennen Anleitung Bild unten
    abgebaut werden


Der richtige Müll in die richtige Tonne

Die Tabelle oben zeigt noch einmal kurz, welcher Müll in welche Tonne gehört. Beachten Sie dabei, dass elektronische Geräte auf Wertstoffhöfen entsorgt werden müssen (vgl. hierzu http://www.wbc-coesfeld.de).

Ein Blick in die Zukunft:

Kritiker bemängeln, dass das Trennen von Kunststoffen heute nicht mehr zeitgemäß ist. Moderne Maschinen können die Müllteile automatisiert trennen. Dadurch entfällt der Aufwand für das getrennte Sammeln. Zudem können kleine Kunststoffteile von Joghurtbechern und ähnlichen Verpackungen ohnehin nicht weiterverwendet werden. Experten gehen deshalb davon aus, dass wir in absehbarer Zukunft wieder alles in eine Tonne werfen. Heute reichen die Kapazitäten allerdings noch nicht aus, um den gesamten Müll zu trennen.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Werfen Sie doch auch noch einen kurzen Blick in unsere Rubrik Ratgeber. Hier finden Sie viele weitere Tipps, die Ihnen den Alltag leichter machen.

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